Schlagzeilen
Schlagstöcken gleich
peitschen in den
Wind geworfene Worte
In diesem Sumpf
wächst keine Blume
nur Tränen und Blut
wie Sandkörner in einer
schlecht verheilten Wunde
Schlagzeilen
Schlagstöcken gleich
peitschen in den
Wind geworfene Worte
In diesem Sumpf
wächst keine Blume
nur Tränen und Blut
wie Sandkörner in einer
schlecht verheilten Wunde
Zur Person
Speyerer Lyrikerin erhält Preis
Sonja Viola Senghaus, Speyerer Lyrikerin, wird der Mannheimer Literaturpreis der „Räuber `77“ zum Thema „Flucht.Punkt.Stadt“
verliehen – beim Fest zum 40. Jubiläum der Gründung des Vereins
am Sonntag, 29. Oktober, 18 Uhr, in der Alten Feuerwache:
den Preis für Prosa erhält Christine Thient.
Neben der Preisverleihung wird eine Anthologie vorgestellt:
kurze Beiträge zur Geschichte des Vereins sollen zu Gesprächen einladen und das Programm abrunden, und Claus Kiesselbach musiziert. Der Eintritt ist frei. /ndi
Rheinpfalz, 23.10.2017
Literarisch-musikalische Winterreise
zur Winterausstellung der GEDOK Heidelberg
am Sonntag 17.12.2017, 17 Uhr
mit Uraufführung von Werken der Komponistin Katharina Pinosova-Ruzickova für Flöte zu Texten der Lyrikerin Sonja Viola Senghaus
Sonja Viola Senghaus (Lyrik)
Almut Werner (Blockflöten)
in der GEDOK-Galerie Heidelberg, Römerstr. 22, Eintritt frei
Sonja Viola Senghaus, Lyrikerin,
lebt und arbeitet in Speyer
Tel. 06232 – 877 6083
E-mail: sonjaviolasenghaus@yahoo.de
Homepage: www.tonartlyrik.de
Veröffentlichungen
„Licht-Flügel-Schatten“, Lyrikband mit Bildern von Dorette Polnauer,
2002, Verlag Marsilius, 2. Auflage 2005;
„Sprachruder“, Gedichte mit Fotografien von Klaus Senghaus, 2010,
Wiesenburg Verlag, Schweinfurth; 2. Auflage 2011
„Ein Nachhall“, 1. Auflage 2013, AZUR Verlag e.K., Mannheim,
Cover: Dietlinde Stengelin, Langenargen;
Übersetzungen von Gedichtbeiträgen in rumänischer Sprache
Gedichtbeitrag in „Ortswechsel 12“, Ev. Religionsbuch für
Gymnasien / Ausgabe Bayern, 2013,
weitere Veröffentlichungen in diversen Anthologien und Literaturzeitschriften, u.a. in:
„Aus dem Hinterland“, Lyrik nach 2000, Hrsg. Theo Breuer, Edition YE, 2005
„Fluchten – Zufluchten“, Helicon Verlag, Kiel, 2003;
“Mythos Fremde“, (Literaturwettbewerb bundesweit), Free Pen Verlag, Bonn, 2005,
„Jeder Friedesgedanke ein Gedicht, Edition Octopus, Münster, 2008,
„Einsichten – Ausblicke“, Literarischer Verein der Pfalz e.V., Marsilius Verlag, Speyer, 2008;
Herausgeberin der Lyrik-Anthologie „Sehnsuchtsblüten wirbeln durch die Luft“,
AZUR Verlag Mannheim/Überlingen, 2011;
Aktivitäten
Lesungen/Wort-Bild-Klang-Performances – regional und überregional -,
Leitung von Schreib- und Textwerkstätten (auch in Gefängnissen);
Stipendiatin 2010 AZUR-Verlag in Überlingen;
Jurymitglied beim Wettbewerb für Integrationssprachkurse der
Volkshochschule Speyer „Mein schönstes deutsches Wort“, 2010;
Teilnahme am Landesprogramm Rheinland-Pfalz „Jedem Kind seine Kunst“
Mannheimer Literaturpreis der Räuber 77′ für 2016/2017:
1. Preis für Lyrik zum Thema „Flucht.Punkt.Stadt“,
Mitgliedschaften
Verband Deutscher Schriftsteller in verdi Landesverband Rheinland-Pfalz;
Literarischer Verein der Pfalz – Leitung der Sektion Speyer und der Autorengruppe „Spira“-;
GEDOK – Gemeinschaft der Künstlerinnen und Kunstförderer Heidelberg e.V.;
Segeberger Kreis – Gesellschaft für Kreatives Schreiben e.V.
Sonja Viola Senghaus, Ein Nachhall, Gedichte AZUR Verlag, Mannheim, 2013,
107 Seiten
Sonja Viola Senghaus (Jahrgang 1948), die jetzt in Speyer lebt, ist Verfasserin zweier anderer Gedichtbände: „Licht-Flügel-Schatten“, 2002, und Sprachruder, 2010, und Herausgeberin der Lyrikanthologie „Sehnsuchtsblüten wirbeln durch die Luft“, die ebenfalls im AZUR Verlag erschienen ist.
Der jetzige Band enthält 73 Gedichte in 5 Zyklen: 1. „So viele Stimmen“ (15 Gedichte), II. „In engen Gassen tanzen sie“ (16 Gedichte), III. „Töne in Aufruhr“ (16 Gedichte), IV. „Einmal als die Halme sangen“
(10 Gedichte) und V. „Für zwei Stimmen“ (16 Gedichte). Es sind knappe Gedichte (von drei bis höchstens 16 Versen), in welchen die Dichterin verschiedene Themen behandelt. Sie ist beeindruckt von Malerei und klassischer Musik und schreibt einen „Choral“ (zur Symphonie Nr. 10 Romane Op. 73 Choral“ von Charles-Marie Widor), eine „Romanze (zur Symphonie Nr. 10 Romane Op. 73 „Cantilène“ von Charles-Marie Widor), das Gedicht „Sag‘ wo kommen all‘ die Klänge her“(zur Symphonie Nr. 1ß Romane Op. 73 Finale“ von Charles-Marie Widor) oder „Nicht nur für Trompete und Orgel“ (nach der Pastorale von Josef Rheinberger) oder „Die Nacht“ (zu Ulrich Leyendeckers „Mitternachtsmusik“), „Aufbrechen“ (zu Timo Jonko Herrmanns Sonatine für Gitarre und Harfe), aber auch zu Malerei: „Farben sprechen“ (nach „Eva“ von Dietlinde Stengelin, „Sommer“ (nach „Sommer“ von Dietlinde Stengelin), „Adam“ (nach „Adam, der Apfel“ von Dietlinde Stengelin. Das moderne Buchcover wurde von Dietlinde Stengelin entworfen.
„Das Leben wird in seiner ganzen Fülle zu fassen gesucht: im Wachen und Träumen, im Ankommen und Abschied nehmen, im Erlebnis der Musik“, schreibt Elisabeth Lichter in ihrem Vorwort zu diesem Buch.
Der Dichter und Verleger Oliver Roland meint: „Sonja Viola Senghaus ist Wort-(Er-)finderin und Wort-Schöpferin. Die Sehnsucht ist eines ihrer Themen, ein Thema, das schon das literarische Schaffen der Romantiker des 19. Jahrhunderts beeinflusste, ein Thema, das alle Menschen verbindet und doch wieder ganz individuell für jeden Menschen etwas anderes bedeutet.“
Zweifelsohne ist dies der beste Gedichtband von Sonja Viola Senghaus:
Zwei Kostproben: Die Sehnsucht / diese flatterhafte Möwe / nistet sich ein / in mein dünnes Hautgeflecht // Die Zweifel / diese wachsamen Hüter / hüllen mich ein / in ihr grobes Leinengewand.“ („Die Sehnsucht“) und „Im Spiegel des Baches / zittert das Gras / wie es unaufhörlich / seine Halme aufrichtet / und wieder hinablässt / im unfreiwilligen Spiel mit dem Wind“ („Herbstbild 3“).
Zum Ende kommen möchten wir mit den letzten Worten von Elisabeth Lichters „Vorwort“: „Immer neue Entdeckungen beim Lesen sind möglich, wenn man sich intensiv mit den Gedichtetn beschäftigt. Solche Leserinnen und Leser wünche ich ihnen.“
(aus: Mircea Pop: „Über Literatur und Geschichte Rumäniens im deutschsprachigen Raum“ – Colectia Opera Omnia -, Verlag TIPO Moldova, 2017
Buchvorstellung der Anthologie 2017 über das Warten
Literarischer Verein der Pfalz e.V. – Sektion Speyer,
Dienstag, 16. Januar 2018, 19 Uhr
Landesbibliothekszentrum Rheinland-Pfalz Speyer, Otto-Mayer-Str. 9
Eintritt frei
Lesung der Texte von Mitgliedern der Sektion Speyer und Gästen:
Sabrina Albers, Karin Fiirlus, Margit Kraus, Katharina Mattich, Sonja Viola Senghaus und Matthias Zech. Die Texte der verstorbenen
Lyrikerin Karin Ruppert wird Dawn Anne Dister lesen.
Der Blues-Gitarrist Wolfgang Schuster setzt die musikalischen Akzente.
Veranstalter und Leseort:
Landesbibliothekszentrum Rheinland-Pfalz,
Otto-Mayer-Str. 9, Speyer
Die Autorengruppe „Spira“ und Freunde des Literarischen Vereins
der Pfalz e.V.stellen sich am 5. Dezember 2017, 19:30 Uhr, in der
Stadtbücherei Speyer, Bahnhofstr. 54, vor:
„Innere und äußere Landschaften“ am 1.10.17 im Kunstverein Speyer
Lesung des Literarischen Vereins – Sektion Speyer – Autorengruppe Spira, zur Finissage der Ausstellung „Landschaften aus Speyerer Ateliers“
Karin Firlus und Henrike Supiran (Prosa)
Sonja Viola Senghaus (Lyrik)
Wolfgang Schuster (Gitarre)
Veranstalter: Kunstverein Speyer, Flachsgasse
Motto: Grenzen – los
Literatur und Musik
Samstag, 26. August 2017, 13:30 bis 22:30 Uhr
Kulturscheune, Annweiler-Queichhambach,
Sonja Viola Senghaus 20:45 Uhr
Sonja Viola Senghaus und Rabea Maria Michler
im Historischen Ratssaal in Speyer – Poesie und Musik
von Monika Neustädter
„Flucht: Ein Spiel mit dem Wind“ war am Freitagabend im
Historischen Ratssaal in Speyer eine weitere Veranstaltung
zur „Odyssey 2017“.
Es gab eine Begegnung mit der 1991 in Czernowitz/Bukowina in der heutigen Ukraine geborenen Rose Ausländer, die zu den großen deutschen Dichterinnen des 20. Jahrhunders zählt. Durch Flucht, Vertreibung und Verfolgung hatte sie nie eine richtige Heimat: sie litt unter Einsamkeit, verbrachte Zeiten im jüdischen Ghetto, wanderte 1946 in die USA aus, kam dann wieder zurück und verbrachte ihre letzten zehn Jahre in einem Seniorenhaus in Düsseldorf. Hier entwickelte die Lyrikerin unglaubliche Schaffenskraft und publizierte viel.