Literatur und Wein – die Dirtte

Lesung:

Gislinde Seybert im Weinstudio

Gislinde Seybert stellte am Sonntag im Weinstudio der Pfalz Rolf Klein in Speyer zwei Bücher vor: Spiel-und Sprachräume in deutscher und französischer Sprache in Poesie und Prosa, mit den Titeln „Du bring mir das Leuchten zum Rot“ und „Ich trinke das Licht“.

Fragen an Seybert stellte Dawn Anne Dister, die als Schauspielerin, Regisseurin und Mitbegründerin der Theatergruppe „Prisma“ in Speyer keine Unbekannte ist.

Beide Literatinnen leben in Speyer und sind Mitglieder des Literarischen Vereins der Pfalz und deren Autorengruppe Spira der Sektion Speyer.

Seybert hat in Heidelberg vergleichende Kultur- und Literaturwissenschaft studiert und promoviert. Sie unterrichtete danach viele Jahre an der Universität in Hannover.

Dass in ihrem Fachgebiet Komparatistik Zusammenhänge, Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen Texten aus verschiedenen Zeiten und Sprachen hergestellt werden, erläuterte die Sektionsleiterin Sonja Viola Senghaus einem interessierten Publikum.

Vom Biografischen zum Allgemeinen

.Am Strand in der Normandie sammelt Seybert Ideen zu ihren Gedichten und Prosatexten.
Es ist „der Sand, der den Himmel widerspiegelt“.Das Biografische weite sich in ihren Texten
immer zum Allgemeinen aus, so die Autorin.

Seybert geht weit zurück bis an die Anfänge der Menschheit und auf die ewige Wiederkehr
des Gleichen. Inspirierende Plätze in Speyer sind für sie der Dom mit der Wiese und die
Sonnenbrücke. In den Gedichten „Der Fremde“, „Rot“, „Die Rose“ und „Du mein Geliebter“
fanden die weiblichen Zuhörer Sehnsuchtsmomente.

Dister moderierte souverän und sachkundig und führte Gislinde Seybert aus der Unwiederbringlichkeit und dem Nachdenken über Vergangenheit und Zeit zurück in die

Gegenwart.

Die grafische Gestaltung des Covers für beide Bände hat sie selbst entworfen. Es handle sich dabei um eine Phantasieschrift, eine ecrite automatique, eine Schrift, die hin- und herfliege und das Gehirn entlaste, so die Autorin. /rhp

Literatur und Wein

Speyer – Geschäftsleben Autoren lesen im Weinstudio Klein
Gedichte und Prosatexte, 25. April 2019 Autor: mey

Speyer.Die Autorengruppe Spira in der Sektion Speyer des Literarischen Vereins der Pfalz hat es derzeit nicht einfach. In der Kunst- und Kulturstadt Speyer genießt Literatur zwar einen hohen Stellenwert, die Topthemen werden jedoch überwiegend bei etablierten Veranstaltungsreihen wie „Speyer.lit“ durch namhafte Schriftsteller wie der 2009 mit dem Literaturnobelpreis ausgezeichneten Herta Müller besetzt.

Dem begegnet die Autorengruppe Spira, die sich im September 2018 mit der Ausrichtung der Jubiläumsveranstaltung „140 Jahre Literarischer Verein der Pfalz“ besondere Verdienste erwarb, mit einem eigenen Konzept, das unter dem Überbegriff „Literatur und Wein“ inzwischen einen festen Platz im literarischen Geschehen der Stadt einnimmt.

So findet am Sonntag, 28. April, 17 Uhr, bereits die dritte Lesung in dieser Reihe statt. Durchgeführt wird die Veranstaltung im Weinstudio Klein, zentral in der Schulergasse 2 am Königsplatz gelegen, wo auch der Wochenmarkt stattfindet.

Begründerin von „Prisma“

Nach Begrüßung der Besucher durch die Speyerer Sektionsleiterin Sonja Viola Senghaus übernimmt Dawn Anne Dister die Moderation. Die in Edinburgh geborene und in Speyer lebende Autorin, Schauspielerin und Regisseurin ist auch als Mitbegründerin der Theatergruppe „Prisma“ bekannt, die 2018 auf 50 bewegte Jahre Theatergeschichte zurückblicken konnte.

Den Hauptpart der Lesung bestreitet die Kultur- und Literaturwissenschaftlerin Dr. Gislinde Seybert mit deutschen und französischen Gedichten und Prosatexten. Dabei changiert sie zwischen Gläubigkeit und Persiflage, lotet messerscharf argumentierend Klippen und Untiefen weiblicher Gefährdung aus. Wie Sektionsleiterin Senghaus und Moderatorin Dister ist auch Seybert Mitglied der Autorengruppe. mey
© Schwetzinger Zeitung, Donnerstag, 25.04.2019

Literatur und Wein

Literatur und Wein  – die Dritte!
Lesung am Sonntag, 28. April, 17 Uhr,
im Weinstudio Dr. Klein, Schulergasse 2 (Am Königsplatz)
mit Dr. phil. Gislinde Seybert, vergleichende Kultur- und
Literaturwissenschaftlerin und Malerin.
Die Moderation übernimmt die in Edinburgh geborene Autorin, Schauspielerin, Regisseurin und Mitbegründerin der Theatergruppe „Prisma“, Dawn Anne Dister.
Beide Autorinnen sind Mitglieder des Literarischen Vereins
der Pfalz und der Autorengruppe Spira der Sektion Speyer.
In den deutschen und französischen Gedichten und Prosatexten findet Dr. Gislinde Seybert einen Ton, der zwischen Gläubigkeit und Persiflage hin- und herpendelt und die Klippen und Untiefen weiblicher Gefährdung trennscharf durchkreuzt.
Wir freuen uns auf Ihr Kommen und den Austausch bei einem Glas Wein mit Ihnen. Der Eintritt ist wie immer frei.

(Sonja Viola Senghaus, Leiterin der Sektion Speyer des
Literarischen Vereins der Pfalz e.V. und der Autorengruppe Spira)

Lyrikworkshop an der Volkshochschule

Beim Lyrikworkshop der Volkshochschule Speyer unter Leitung der Speyer Lyrikerin Sonja Viola Senghaus war die Bandbreite der Sprachspiele und deren Gedichtformen groß. Sie reichte vom Elfchen zum Akrostichon sowie mit freien Rhythmen zum Cluster.  Das Haiku und das Fadengedicht sowie das Triolett fehlten ebenfalls nicht. Die Themen waren ebenso vielfältig: Über „Draußen“, „Die Wolken hängen schwer am Himmel“, ein Text mit und ohne das Worte „Sonne“, erinnerungsweckende Gegenstände sowie sechs vorgegebene Worte führten zu aussagefähigen Gedichttexten. Seminarteilnehmerinnen waren Carmen Gottwald, Susanna Hedrich, Snežana Lazić und Sarah Theis. Bei der öffentlichen Präsentation war das Publikum begeistert und forderte Wiederholungen verschiedener Gedichte.

Rheinpfalz, Kultur regional vom 25.3.2019 / rg

Fremd bin ich eingezogen

LESUNG Netzwerkerinnen „Literatur“
Internationale Wochen gegen Rassismus
Dienstag, den 19.3.2019,  19 Uhr,  GEDOK Galerie

Lesung mit Adriana Carcu, Gerhild Michel, Sonja Viola Senghaus, Marion Tauschwitz

Musikalische Begleitung Ute Schleich,  Flöte

Schon immer gab es Fremde in den Völkern, und schon immer fühlten sich Völker von ihnen bedroht.
Im 19. Jahrhundert war es die zunehmende Industrialisierung und der Fortschritt, der die Menschen aus ihrer vertrauten Umgebung verdrängte.

Die Romantiker suchten nach Möglichkeiten, dieser Welt im Geiste zu entfliehen. Die Freiheit der schöpferischen Phantasie und die subjektive Gefühlswelt des Individuums wurden zum Ausgangspunkt ihrer Dichtung.
Als Beleg zitierte Gerhild Michel Gedichte von Eichendorff,  Brentano und Heine, alle mit dem Titel „In der Fremde“.

Die in Rumänien geborene Autorin Adriana Carcu las ein Fragment aus der von Shakespeare vor 500 Jahren geschriebenen Rede gegen die Fremdenfeind-lichkeit und eine eigene Geschichte über einen Fremden, der einen Monat in ihrem Haus gelebt hatte. Sie definierte das Ereignis mit den Worten: „Es ist ein beruhigendes Gefühl, einen Abend mit Leuten zu verbringen, die wissen, dass wir fast überall Fremde sind und nur Freundlichkeit die Welt retten kann.”

Sonja Viola Senghaus las eigene Gedichte aus ihren Lyrikbänden „Licht-Flügel-Schatten“, „Sprachruder“ und noch unveröffentlichte Gedichte.
Aus „Ungefähr ohne Tod im Schatten der Bäume“ von Christoph Meckel und „wo ich jetzt bin“ von Helga M. Novak stellte sie deren Texte über ihre Situation vor, in einem geteilten Land zu leben.
Das Musikstück „Raindance“ mit Blockflöte und Stimme von der Komponisten Nicola Termöhlen unterstrich hier die Zerrissenheit dieser Gefühle.    G.M.

 

„three poems“ – drei Solostücke für Blockflöte

SEGEBERGER BRIEFE No. 98, Jahrgang XXXVI, 1/2019, Februar: Zeitschrift für Kreatives Schreiben
Katharina Pinosova-Ruzickova

„three poems“ – drei Solostücke für Blockflöte
(nach Gedichten von Sonja Viola Senghaus (Blick; Unentrinnbar; Vor dem Frühling)

Mieroprint Verlag EM 1270, Münster 2018

Zwei Silben „un“. … bar“, dazwischen all das, was Leben verspräche, Stühle, Tisch, Bett, die verrück- antast-, benutzbar sein könnten: Immobiles Mobiliar. Dazu im Notenbild zwischen zwei Tönen alternierende Tremoli, aufgestautes Beben, sich dem Textvorbild anverwandelnd. Erst die Bassblockflöte, dann Tenor- und Altflöte in den Folgesätzen, eine Musik für Flöte allein, ohne Worte also – Musik spricht für sich; Gedichte haben ihren eigenen Klang. Sie korrespondieren, haben sich etwas zu sagen, aber ganz geht die Gleichung nicht auf. Zwischen zwei Tönen, im Satzmittelteil, windet sich in 7/8-, 5/8-Taken, in minimalen Erweiterungen fluktierend, eine quälende Floskel, wie um, umsonst, die Fesseln zu sprengen. Die Dreiteiligkeit des Satzes folgt nicht dem Strophenkonzept des Gedichts, sondern verzichtet auf die schlussfolgernde Coda, worin Lebensvergeblichkeit in der Unwiederbringlichkeit des „Ungelebten“ kulminiert.

Im Eingangsstück zuvor wechseln sich Kurz- und Langzeilen von unregelmäßiger Takt- bzw. Silbenanzahl ab, lassen winterlich-nebelverhangene Hügellandschaft erahnen. Mit lautmalerischen Mitteln wendet sich die Musik den Unwegsamkeiten des Geländes zu: Sputato-Stolpersteine, oszillierende „Silberschleier“, Glissandi stehen für „Absurzgefahr“.

Das Abschlussstück Vor dem Frühling wählt kleinteilig-schmeichelnde Gesten („streichelt mich mit Zauberhänden“), durchsetzt mit spitzen Staccato-Nadeln, „begrünte Eisblumen“ über weite Strecken diatonisch-hoffnungsfroh.
Alle three poems sind Etappen einer“ literarisch-musikalischen Winterreise“, unter diesem Motto wurden die Stücke am 17.12.2017 in der GEDOK-Galerie in Heidelberg von Almut Werner Werner, Wiesloch, uraufgeführt.

Isa Rühling, (Blockflötistin, Komponistin, Schriftstellerin)

 

 

 

 

Der Frühling buchstabiert sein Grün

Sonntag, 2. Juni 2019 , 16 Uhr
Gotische Kapelle im Adenauerpark, Bahnhofstraße
Lesung mit Musik der Autorengruppe Spira
Eintritt: 5 € / erm. 3 €
Literarischer Verein der Pfalz in Zusmmenarbeit mit der Stadt Speyer

Veranstaltung der Reihe „Das Gryne Band“ innerhalb des
kulturellen Rahmenprogramms der Stadt Speyer

Preis der Heidelberger Autorinnen und Autoren 2019

Präsentation der eingereichten Werke

Sonja Viola Senghaus ist mit dem Lyrikband
„Ein Nachhall“ vertreten.

Dienstag, 19. Februar,  18:00 Uhr,
Stadtbücherei Heidelberg,  Poststr. 15, Heidelberg,
Kleiner Saal, Eintritt frei
Auch in seinem zweiten Jahr würdigt der Preis der Heidelberger Autorinnen und Autoren herausragende literarische Leistungen von Heidelberger Literaten und stärkt damit sowohl die Vernetzung und Wertschätzung als auch die Sichtbarkeit in der Öffentlichkeit.
Der Preis wird 2019 für Lyrik ausgeschrieben.
Das Organisationsteam und die Stadtbücherei laden zur Präsentation der eingereichten Werke ein und geben dem Publikum die Möglichkeit, mit den Autorinnen und Autoren über ihre Gedichte ins Gespräch zu kommen.

Kooperation der Arbeitsgemeinschaft der Heidelberger Autoren und Autorinnen der Stadtbücherei.

Mannheimer Literaturpreis 2016-17

Zur Person
Speyerer Lyrikerin erhält Preis

Sonja Viola Senghaus, Speyerer Lyrikerin, wird der Mannheimer Literaturpreis der „Räuber `77“ zum Thema „Flucht.Punkt.Stadt“ verliehen – beim Fest zum 40. Jubiläum der Gründung des Vereins am Sonntag, 29. Oktober, 18 Uhr, in der Alten Feuerwache: den Preis für Prosa erhält Christine Thient.

Neben der Preisverleihung wird eine Anthologie vorgestellt: kurze Beiträge zur Geschichte des Vereins sollen zu Gesprächen einladen und das Programm abrunden, und Claus Kiesselbach musiziert.
Der Eintritt ist frei. /ndi

Rheinpfalz, 24.10.2017