„LATINPOSTCARDS“ 30.07.2021 LATINPOSTCARDS

ein spartenübergreifendes musikalisches, künstlerisches und literarisches Projekt der GEDOK Heidelberg

Konzert mit Ausstellung und Verkauf

am Freitag, 30. Juli 2021, 19:30 Uhr Hilde-Domin-Saal, Stadtbücherei Heidelberg,

Eintritt: 10 Euro/7 Euro ermäßigt

Almut Werner, Blockflöten • Brigitte Becker, Klavier • Dorothea Paschen, Rezitation Texte von Gerhild Michel, Juliane Sophie Kayser, Barbara Imgrund, Marion Tauschwitz, Claudia Schmid, Sonja Viola Senghaus, Heide-Marie Lauterer Kunstkarten von Angelika Karoly, Petra Lindenmeyer, Rita Rössling, Siegrid Rossmann-Kiessling, Liliana Geiss, Moni Maier-Speicher, Sabine Schreier, Hildegard Illies Agnes Pschorn, Silke Prottung, Christel Fahrig-Holm Bunte musikalische Grüße aus Südamerika nach Europa und zurück versenden Almut Werner, Blockflöten und Brigitte Becker, Klavier.

Die reiche Stil- und Rhythmusvielfalt der südamerikanischen Musik (Tango, Salsa etc.) hat auch in Europa viele Komponisten inspiriert, sie in ihre Kompositionen einzubinden. Umgekehrt ist auch europäische Musik nach Südamerika geschifft worden und hat sich mit der dortigen Folklore und Kunstmusik vermengt. Eine gegenseitige spannende Befruchtung der Klänge fand und findet so als positiver Nebeneffekt der Kolonialisierung statt. Aber die Postkarten werden nicht nur musikalisch versendet, sondern finden auch Gestalt in den künstlerischen Karten, die die GEDOK-Künstlerinnen aus der Sparte BK und AK zu diesem Thema umsetzen. Sie arbeiten mit Texten der GEDOK-Literatinnen, die sich inhaltlich mit dem Lebensgefühl, aber auch mit dem beschränkten Platz einer Postkarte auseinandersetzen. Im Konzert werden die Texte mit der Musik verknüpft und durch Schauspieler der GEDOK ins Programm eingebunden. Die gestalteten Postkarten werden im Foyer ausgestellt und zum Verkauf angeboten, während des Konzerts werden die Karten über einen Beamer auch während des Konzerts zu sehen sein.

Peer Gynt und Pippi Langstrumpf

Speyerer Rundschau vom 21.09.2021

Konzertlesung „Tanzende Nordlichter“ zum Rheinland-Pfälzischen Kultursommer im Historischen Ratssaal

Die Speyerer Autorengruppe „Spira“ und Pianist Werner Heinrich Schmitt haben mit ihrer Konzertlesung im Historischen Ratssaal einen Glanzpunkt gesetzt. „Tanzende Nordlichter“ standen unter der Überschrift des Kultursommers Rheinland-Pfalz „Kompass Europa: Nordlichter“ auf dem Programm. Selma Lagerlöf, Astrid Lindgren, Henrik Ibsen, Björn Björnsen, Edvard Grieg, Abba: Die literarische und musikalische Auswahl ist folgerichtig und überraschend zugleich.

Die Autoren setzen den Literatur-Nobelpreisträgern ihr eigenes Denkmal, Schmitt passt sein Klavierspiel den Texten an. Grieg, der norwegische Komponist, nimmt viel Raum ein. Die von Schmitt interpretierte Morgenstimmung aus der Peer-Gynt-Suite erfüllt den gut besetzten Historischen Ratssaal zur Begrüßung, der „Zug der Trolle“ und „Kobold“ umrahmen Ulrike Grömlings Märchen. Die Speyerer Autorin beginnt ihre Lesung wie weiland die Brüder Grimm mit „es war einmal…“ und endet in der Pfalz bei der Liebe des Trolls zur Elwetritsche. Zuvor lässt Autorin Dawn Dister in ihrem Spitzbergen-Zyklus die Polarlichter tanzen, strahlen, leuchten. „Das Firmament steht in Flammen“, liest sie voller Leidenschaft für die Farben und der alles erfüllenden Stille des Nordens vor der Schneeschmelze. „Vertrauen ist Leichtsinn“, rät Dister dem Polarfuchs zur Vorsicht vor den Damen, die ihn in der Oper über ihren Schultern tragen wollen. Autor Ulrich Bunjes widmet seine Geschichte „Harry“, einem nordischen Ermittler, den es zu „Wein am Dom“ in Speyer führt. Am Ende ist sein Fall gelöst und Harry hat viel über Pfälzer Schorle gelernt. Margit Kraus liest Verse aus Björnsens „Sonnenscheinlied“, Schmitt spielt dazu die von dem Dichter 1859 verfasste norwegische Nationalhymne in Variationen bewegend.

Sonja Viola Senghaus wendet sich Ibsens berühmten Schauspiel in drei Akten „Nora oder ein Puppenheim“ zu und damit der von den Männern zugedachte Rolle der Frau am Ende des 19. Jahrhunderts. „Leider muss es heute noch Frauenhäuser geben“, kritisiert die Autorin die noch immer für manche Männer geltende Überzeugung, Frauen seien ihr Eigentum. Senghaus‘ lyrische Auseinandersetzung erzählt davon. Was könnte besser zur Thematik passen als Griegs „Solvejgs Lied“? Schmitt spielt es eindrucksvoll.

Am Ende der Lesung steht Astrid Lindgren. Nicht „Kinder aus Büllerbü“ oder „Pippi Langstrumpf“. Eva-Constanze Gröger hat für ihre Hommage an die weltberühmte Schriftstellerin die Rede ausgewählt, die Lindgren zur Verleihung des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels 1978 in Frankfurt gehalten hat. „Ihre Bücher sind Vermächtnisse“, betont Gröger. Sie will aber Lindgrens Verdienste um Menschen-, Kinder- und Tierrechte nicht schmälern. „Niemals Gewalt“, habe die Dichterin vor mehr als 40 Jahren in Frankfurt ausgerufen und das noch damals angewandte Erziehungsmodell „Wer die Rute schont, verdirbt den Knaben“ in einem eindrucksvollen literarischen Beispiel angeprangert. „Es ist unsere Pflicht, die Welt zu einer besseren zu machen“, sagt Gröger und spricht ihrer verehrten Schriftstellerin aus dem Herzen. Abbas „Angel Eyes“ spielt Schmitt zum krönenden Abschluss der vom Literarischen Vereins der Pfalz veranstalteten Konzertlesung.

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„… die uns Helfer waren in der Not“

Internationale Wochen gegen Rassismus

Lesung via ZOOM-Meeting

Freitag, 19. März 2021, 20:15 Uhr, virtuell als Zoom-Meeting

Gemeinschaftsprojekt von Dr. Norbert Giovannini (ehem. Fachleiter für Lehrerbildung, Dozent an der PH Heidelberg) und der GEDOK Heidelberg zu den Internationalen Wochen
gegen den Rassismus

Aus dem von Norbert Giovannini herausgegebenen Buch „Stille Helfer“ stellen GEDOK-Literatinnen und Darstellende Künstlerinnen widerständige Heidelberger Frauen vor, die mit Mut und Selbstbewusstsein dem Nazi-Terror trotzten und den Verfolgten wirksame Hilfe leisteten.  

Mit: Dr. Norbert Giovannini, Adriana Carcu, Heide-Marie Lauterer, Gerhild Michel,
Dorothea Paschen, Sonja-Viola Senghaus, Marion Tauschwitz, Helga Karola Wolf.

Entartet

anders geartet

anstatt artig

waren sie

sagten sie

haben sie les Beaux Arts

aus der Art geschlagen

die arischen Artgenossen

Sonja Viola Senghaus

Integrationsschreibpreis StadtLesen 2020

Migration StadtLesen 2020
powered by Volkswagen Konzern Flüchtlingshilfe

„Grenzen überwinden“ –
Schreibwettbewerb zum Thema Flucht und Migration für Menschen mit oder ohne Flucht- und Migrationshintergrund, für Jung und Alt. Erzählen der eigenen Perspektive, Auseinandersetzung mit eigenen Erfahrungen durch Grenzübertritte oder durch die Begegnung mit Migranten und Geflüchteten.
Der Schreibwettbewerb fand im Zuge des Leseförder- und Kulturprojektes „StadtLesen 2020“ statt und wurde in jeder StadtLesenStadt Europas ausgelobt.

Veranstalter:  Innovationswerkstatt Sebastian Mettler, Neutorstr. 33,
5020 Salzburg,  Österreich.

„Integrationsschreibpreis StadtLesen 2020“ weiterlesen

Speyer: Literaturpreis für Sonja Viola Senghaus der Stadt Heidelberg

Sonja Viola Senghaus hat beim Schreibwettbewerb zum Thema Flucht und Migration, den StadtLesen 2020 und der Volkswagen Konzern ausgelobt haben, gewonnen. Der Text wird eingelesen und auf
http://www.stadtlesen.com/ oder https://www.facebook.com/StadtLesen, https://www.stadtlesen.com/schreibwettbewerb/gewinner präsentiert.

„Speyer: Literaturpreis für Sonja Viola Senghaus der Stadt Heidelberg“ weiterlesen

Gehen oder bleiben

Ich will bleiben
doch der Strom
zieht mich mit

wohin
irgendwohin
nirgendwohin

bin unbehaust
geschichtslos
gesichtslos

suche ein Zuhause
wo Schutzwälle
auf mich warten

Siegertext beim Schreibwettbewerb: „Gehen oder bleiben“
von „Stadtlesen 2020 und des Volkswagen Konzerns
Flüchtlingshilfe „Grenzen überwinden“ zum Thema
Flucht und Migration“ in der StadtLesenStadt Heidelberg
vom 24. – 28. Juni 2020.

„Gehen oder bleiben“ weiterlesen