Jazzduo Jutta Brandl und Martin Preiser gestaltet „Klangbilder“-Konzert im Speyerer Purrmann-Haus
Zwei weibliche Akte haben im Mittelpunkt eines Konzerts gestanden, mit denen das Jazzduo Jutta Brandl und Martin Preiser am Donnerstagabend die Reihe „Klangbilder“ im Speyerer Purrmann-Haus fortgesetzt hat.
„Bildpatin“ des sehr gut besuchten Konzerts war die Lyrikerin Sonja Viola Senghaus. Die Bilder entstanden 1910 in Paris, als Mathilde Vollmoeller und Hans Purrmann die „Académie Matisse“ besuchten. Sie waren bereits befreundet, aber noch nicht verheiratet. Vollmoeller malte eine nackte Frau in blaugrauen Farbtönen. Der Betrachter erfährt eine Menge über sie: kein Mädchen mehr, aber noch lange nicht alt, kräftig gebaut, die Faust in die Hüfte gestemmt, den Kopf gesenkt. Sie kann zupacken, eine Arbeiterin, hat sicher Kinder, das Geld fürs Modell stehen kann sie gut gebrauchen.
Kunstverein: Finissage zur Ausstellung „Zusammenspiel“ / Malerei, Poesie und Tanz treffen sich letztmals zum Dialog
Kosmos der Künste gewoben
Hockenheim. „Farben sprechen, erinnern an die Erde. Körper schweben, lauschen der Musik. Eva trägt rot. In den Augen ist das Licht“. In diesem Gedicht von Sonja Viola Senghaus verbirgt sich die Vielfalt des Zusammenspiels bei dem gemeinsamen Kunst- und Kulturprogramm von Kunstverein, Musikschule und Stdtbibliothek in der Zehntscheune. Inspiriert von Musk und Poesie hat Gisela Späth in einer Serie von Bildwerken Mozarts Noten und Briefe, Notenfragmente des zeitgenössischen Komponisten Gerhard Braun und Textfragmente von Oscar Wilde mit Bildzeichen und Chiffren zu einem Kosmos der Künste verwoben. Sie bilden den Schwerpunkt dieser Ausstellung.
Lyrik von Sonja Viola Senghaus in Klang gebettet / Kammermusik von Zsófia Perneczky und Zoltán Onczay
Literatur mit Musik verknüpft
von unserer Mitarbeiterin Marion Brandenburger
„Gebettet im Klang“ hat die Musikschule zusammen mit der Stadtbücherei die neuste Ausgabe von „Kultur in der Zehntscheune“ genannt. Lyrik von Autorin Sonja Viola Senghaus war es, die im Klang gebettet wurde. Ihre ganz eigene Art, mit Sprache umzugehen, lernten die Zuhörer im ausverkauften Saal der Stadtbibliothek bei der Matinée kennen.
Literarisch-musikalische Soirée mit Sonja Viola Senghaus und Wolfgang Schuster am Sonntag, 23. März 2013, 17 Uhr, im Zehnthaus Römerberg-Berghausen
Eintritt 8 €
Aufbruch ist das Thema, und aufbrechen will das eingespielte Team Sonja Viola Senghaus, Lyrikerin aus Speyer, und Wolfgang Schuster, Blues-Gitarrist aus Römerberg, auch die Gemüter der Zuhörerinnen und Zuhörer.
Ob nun ein Aufbrechen in der Natur oder ein Aufbruch in andere Welten im Sinne einer Veränderung gemeint ist, beides ist möglich. Vielleicht handelt es sich gar um einen Lebensaufbruch zu einem imaginären Ziel, um den Zustand des Gewohnten zu durchbrechen und sich dem Neuen zu stellen. Möglicherweise wird es ein immerwährender Aufbruch. Lassen Sie sich auf die vielfältigen Aufbruchsvariationen mit Worten und Tönen ein.
Veranstalter: Kreishochschulverband Rheinlandpfalz, Ludwigshafen und Volkshochschule Römerberg
Gedichte von Sonja Viola Senghaus
mit einem Vorwort von Elisabeth Lichter
Cover: Dietlinde Stengelin, Langenargen, „Nachhall 2, 2013“
AZUR® Verlag e.K. Mannheim 2013
12,90 Euro
ISBN 978-3-934634-76-3 www.azurverlag.de
Zu beziehen über den Buchhandel oder über amazon.de
Zu diesem Buch:
Sonja Viola Senghaus ist Wort-(Er-)finderin und Wort-Schöpferin. Die Sehnsucht ist eines ihrer Themen, ein Thema, das schon das literarische Schaffen der Romantiker des 19. Jahrhunderts beeinflusste, ein Thema, das alle Menschen verbindet und doch wieder ganz individuell für jeden Menschen etwas anderes bedeutet.
Die Lyrikerin des vorliegenden Bandes verinnerlicht Erfahrungen mit Umwelt, Gesellschaft und Mitmenschen. Sie verdichtet Sprache essentiell.
Wer so mit Sprache umgehen kann, sie auf das Wesentliche reduziert und ihr dennoch Tiefe und Weite gibt, vermittelt als Sprachkünstlerin Kraft und Reichtum für Leser und Zuhörer.
Ev. Religionsbuch für Gymnasien / Ausgabe Bayern, 2013,
Freiraum
Augenblicke einatmen Fenster und Türen weit offen Wolkenschleier abstreifen eintauchen in Alabasterblau vom Sonnenlicht durchflutet sein nur über Schatten springen gelingt heute nicht aber ein Ausatmen