Die Autorengruppe „Spira“ und Freunde des Literarischen Vereins
der Pfalz e.V.stellen sich am 5. Dezember 2017, 19:30 Uhr, in der
Stadtbücherei Speyer, Bahnhofstr. 54, vor:
Poetenfest 2017
Motto: Grenzen – los
Literatur und Musik
Samstag, 26. August 2017, 13:30 bis 22:30 Uhr
Kulturscheune, Annweiler-Queichhambach,
Sonja Viola Senghaus 20:45 Uhr
Sagt dem Doktor Luther, ihn würde ich nehmen
Eine literarisch-musikalische Veranstaltungder GEDOK Heidelberg
u.a. mit einem Text von Christine Brückner
Dienstag, 16. Mai 2017, 20 Uhr
Stadtbücherei Heidelberg, Hilde-Domin-Saal,
Poststraße 15
Eintritt 10 / 8 Euro
Mitwirkende: Adriana Carcu, Elisabeth Lichter, Leticia Mancino,
Gerhild Michel, Dorothea Paschen, Monika Sobotta, Helga Karola Wolf
und das Ensemble „La Rosa Enflorece“
mit Musik von und um Martin Luther und Katharina von Bora
Ausführende: Almut-Maie Fingerle – Sopran, Almut Werner – Blockflöten,
Daniel Spektor – Barockgeige, Johannes Vogt – Theorbe
Idee: Sonja Viola Senghaus
Regie: Dorothea Paschen
Poetenfest „Kostbarkeiten“
Poetenfest zum Thema „Kostbarkeiten“
in der Kulturscheune Bachstelznest Annweiler-Queichhambach, Queichtalstr. 25
Samstag, 20. August 2016, Beginn: 14:00 Uhr.
Lesebeitrag Sonja Viola Senghaus um 20:00 Uhr
Die hellen Tage
Literarisch-musikalische Soirée, Sonntag, 17. April, 17 Uhr,
Zehnthaus Römerberg-Berghausen, Berghäuser Str. 48,
Sonja Viola Senghaus (Lyrik) und
Wolfgang Schuster (Gitarre)
Eintritt 8,– €
Zwischen Tag und Traum (2)
Bildhaftes Gestalten in Wort und Musik
im Altpörtel in Speyer am 29. Mai 2015, 19:30 Uhr, 20:30 Uhr, 21:30 Uhr
zur Kult(o)urnacht der Stadt Speyer
Texte: Sonja Viola Senghaus
Saxofon: Lömsch Lehmann
Ein Nachhall
Donnerstag, 15. Mai 2014, 19:30 Uhr
Stadtbücherei Heidelberg, Hilde-Domin-Saal
„Ein Nachhall“
Literarisch-musikalische Soirée mit Sonja Viola Senghaus, Lyrik,
und Wolfgang Schuster, Gitarre, Speyer-Römerberg
Gedichte aus dem dritten Lyrikband „Ein Nachhall“ von
Sonja Viola Senghaus verschmelzen mit den musikalischen
Kompositionen und Improvisationen des Blues-Gitarristen
Wolfgang Schuster.
Eine Veranstaltung der GEDOK Heidelberg,
in Kooperation mit der Stadtbücherei Heidelberg
Eintrittskarten zu 7,– € / 5,– erm. an der Abendkasse
Einladung herunterladen (PDF)
Glaspavillon Ausgewogene Balance
Ausgewogene Balance
Lesung mit Lyrik, Kalligrafie und Musik im Rathauspavillon
Rheinpfalz, Freitag, 15. Juni 2012, von Monika Portenlänger
„Zwischen uns eine Zeile“: Unter diesem Titel haben Kalligrafin Inge Schott,
Lyrikerin Sonja Viola Senghaus und Gitarrist Wolfgang Schuster am Dienstagabend
eine gemeinsame Lesung im bis auf den letzten Platz besetzten Speyerer Rathauspavillon gestaltet.
Luftig-kühles Licht durchflutet den hohen Glasraum. Schwebend tanzen filigran geschriebene Wörter in Kalligrafie auf schmalen weißen Blätterbahnen. „Auf der Oberfläche des Sprachflusses tanzt der Standpunkt hin und her, eingebettet zwischen den Worten treibt er nun einsilbig stromabwärts“ ist auf einem Blatt in wellenförmig-strömenden Buchstaben zu lesen.
Kalligrafin Inge Schott hat hier Sonja Viola Senghaus‘ Worte aus dem Gedicht „Treibholz“ ins Bild gesetzt. Zum Zweiklang aus Wort und Sprachbild gesellen sich die Gitarrenlaute Wolfgang Schusters, der Senghaus‘ Lyrik in harmonische Klangbilder übersetzt und damit die Aussagen musikalisch unterstreicht.
Eine ausgewogene Balance aus Wort, Klang und Bild entsteht in der Lesung, und eine beinahe meditative, ruhige Atmosphäre erfasst den voll besetzten Raum, während Senghaus in nachdenk-lichem Tonfall Gefühle und Erfahrung in ihrer Lyrik in kurze, klare, poetische Satzbilder verwan-delt. So werden „zornige Buchstaben einfach ausradiert“ und „Ausrufezeichen in Frage gestellt“.
In „Wortdrähten“ wird nach dem „Runden der Worte“ gesucht – „ein einzig gerundetes Wort verdrahtet sich in mir“. In ihrem Liebesgedicht „Zwischen uns ein Lied“ wiederum „tanzt der Abend ein Strophe, singt die Nacht die Melodie“. Die kühle Leichtigkeit des gläsernen Pavillons unterstreicht dabei die Atmosphäre der Worte, Kalligrafie-Blätter und Gitarrenklänge, die sich miteinander verbinden oder – wie im Gedicht „Wortdrähte“ – verdrahten.
Tag der Offenen Tür
Eckrich
Wie Bilder sich in Worte wandeln Vortrag Langenargen 14.7.12
Wie Bilder sich in Worte wandeln
„Ein Bild sagt mehr als tausend Worte“. Dieses Sprichwort wird unterstützt durch die Neurowissenschaften und durch entwicklungspsychologische Theorien und Studien. Die besagen: Menschliche Wahrnehmung im Allgemeinen und Bildwahrnehmung im Besonderen basieren in erster Linie auf vorsprachlichen Mustern, auf bestimmten Gefühlen und Symbolen.
Wie nehme ich ein Bild wahr, wie wirkt ein Bild auf mich, was löst es in mir aus? Muss ich ein Bild verstehen, um es in Sprache umzuwandeln?
Wahrnehmung ist nicht passiv, sondern sie ist immer mit einem Tun, einem Handeln verbunden. Sehen ist auch immer Erleben. Der Betrachter erkennt die Motive auf einem Bild nicht nur, er erlebt sie. Ein Kunstwerk ist immer eine Herausforderung für den Betrachter. Das Kunstwerk vermittelt ihm darüber hinaus eine spezifische Stimmung, in die er sich hineinbegibt.
Das Betrachten eines Bildes löst also etwas in ihm aus, d.h. es bewegt die Sinne. Es lässt ihn versinken in Bilder und sinnliche Eindrücke. Er lässt sich auf eine fiktive Welt aus Bilder, Figuren und Gefühlen ein. Das Kunstwerk erschließt sich ihm in seiner heiteren oder düsteren Stimmung über die Farbe und Komposition. Der Betrachter entwickelt dabei selbst Emotionen. Etwas in ihm lacht, wird wütend oder weint. So entstehen ähnlich starke Reaktionen wie beim wirklichen Erleben. Es ist ein sich Versenken in eine fiktive Realität.
Der Dichter versetzt sich in diese Stimmung und bringt durch das Medium der Phantasie die Bilder mit Worten in neue Zusammenhänge. Er bringt seine eigene Wahrnehmung, sein eigenes Gefühl, seine eigene Sichtweise mit ein.
Warum ihn das eine Bild inspiriert und das andere nicht, kann ich nicht sagen.
Etwas berührt oder bewegt ihn ihm Inneren, und er verspürt den Wunsch, gerade zu diesem Bild den Kontakt aufzunehmen. Es kann die Thematik, die Komposition, das Geheimnisvolle, das Fremdartige, das Unbegreifliche, das Abstoßende oder das Lustvolle sein. Manchmal ist es nur das Farbenspiel selbst, denn die Farbe hat auch im Gedicht eine Symbolik.
Ich stelle Ihnen zwei Gedichtbeispiele dazu vor:
Die Farbe Blau steht für Ferne, Weite, Sehnsucht, Inspiration,
die Farbe Rot für Feuer, Lebenslust und Liebe.
„Ein Blau“
„Lichtwärts“
Sprache verbindet sich also mit Bildern.
Über die Suggestionskraft der Bilder entstehen Assoziationen
zu den Worten.
Bild und Wort stehen im Dialog oder anders ausgedrückt:
Zwischen Lyrik und Malerei entsteht eine Wechselwirkung.
Manchmal gehen Bild und Wort auch eine Symbiose ein.
Dann verweben sich Bild und Text zu einem neuen Schöpfungsakt.
„Der Künstler malt mit Farben, der Dichter malt mit Wörtern.“
Es gibt also Bilder- und Wörterlandschaften.
Um es mit dem Zitat von Simonides von Keos, einem griechischen
Lyriker um 556 vChr – 467 zu sagen:
„Die Malerei ist eine stumme Poesie und die Poesie ist eine redende Malerei.“
Um es mit meinen eigenen Worten zu sagen:
„Malerei“
„Gedichte“
Sonja Viola Senghaus
